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FREEZEN: Eine Community-Plattform, die dir wirklich gehört

Verschlüsselte Nachrichten, Peer-to-Peer-Calls und Server, die du selbst betreibst. Warum wir eine Alternative zu Discord entwickeln – und was dabei anders läuft.

Werner WeberWerner Weber
· 28.10.2026· 5 Min. Lesezeit
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FREEZEN: Eine Community-Plattform, die dir wirklich gehört

Fast jede Community sitzt heute auf Discord. Das ist bequem – bis zu dem Tag, an dem sich die Regeln ändern, ein Server ohne Vorwarnung gesperrt wird oder eine Funktion plötzlich Geld kostet. Dann merkt man: Die eigene Community gehört einem gar nicht. Genau deshalb entwickeln wir FREEZEN.

Der Leitsatz steht gleich auf der Startseite: „Your chat. Your servers." Und darunter, etwas direkter: „Nobody in between." Das beschreibt den Kern ganz gut – es geht nicht darum, Discord nachzubauen, sondern darum, wer am Ende die Kontrolle hat.

Was FREEZEN ist

FREEZEN ist eine Chat- und Community-Plattform: Direktnachrichten, Gruppenchats, Server mit Text- und Sprachkanälen, Rollen, Moderation und Bots. Funktional also das, was man erwartet. Interessant ist, was darunter anders läuft.

Die Plattform befindet sich in der offenen Beta und ist vollständig kostenlos – es gibt keine Premium-Stufe. Dass sich noch Dinge ändern können, schreiben wir auf der Seite offen dazu.

Die vier Entscheidungen, die den Unterschied machen

1. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Direktnachrichten

Direkt- und Gruppenchats sind Ende-zu-Ende verschlüsselt – inklusive Reaktionen, Antworten, Bildern und Dateien, synchronisiert über alle Geräte. Nachrichteninhalte, Anrufe und Passwörter sind für uns als Betreiber nicht einsehbar.

Das ist kein Marketing-Detail, sondern eine Architekturentscheidung mit Konsequenzen. Wer Inhalte nicht lesen kann, kann sie auch nicht serverseitig durchsuchen, nicht für Werbung auswerten und nicht auf Zuruf herausgeben. Es bedeutet allerdings auch: Wer sein Passwort verliert, verliert den Zugang zu verschlüsselten Inhalten. Diesen Kompromiss muss man bewusst eingehen – wir haben uns dafür entschieden.

2. Anrufe laufen direkt zwischen den Geräten

Sprache, Video und Screensharing – bis 4K – gehen Peer-to-Peer, also direkt von Gerät zu Gerät. Es gibt keinen Medienserver dazwischen, der den Datenstrom entgegennimmt und weiterverteilt.

Für Nutzende heißt das vor allem: geringere Verzögerung, weil der Umweg entfällt. Für uns heißt es, dass wir Gespräche technisch gar nicht mitschneiden könnten, selbst wenn wir wollten. Und es erklärt, warum 4K-Screensharing hier nicht hinter einem Abo steckt – es kostet uns schlicht keine Serverbandbreite.

3. Server gehören denen, die sie betreiben

Das ist der eigentliche Unterschied. Eine Community läuft auf einem Server, den du betreibst – mit Text- und Sprachkanälen, Rollen, Rechten, Moderationswerkzeugen und einem eingebauten Bot. Wir betreiben lediglich ein öffentliches Verzeichnis, in dem sich Communities eintragen können.

Wer nicht selbst hosten will, kann sich mit einem Klick einen kostenlosen Beta-Server holen. Wer will, startet den eigenen mit einem einzigen Befehl.

Der praktische Unterschied zeigt sich im Ernstfall: Wenn ein Anbieter einen Server abschaltet, ist die Community weg – mit Verlauf, Rollen und allem. Wenn der Server dir gehört, verschiebst du ihn notfalls auf eine andere Maschine.

4. Keine Werbung, keine Tracker

Es gibt keine Anzeigen, keine Tracking-Skripte und keine Analyse-Werkzeuge von Drittanbietern. Gespeichert werden Kontodaten, die Freundesliste, ein verschlüsseltes Postfach, dessen Inhalte nach etwa 30 Tagen verfallen, und das Verzeichnis der eingetragenen Server. Entwickelt wird in Deutschland, nach DSGVO.

Was es sonst noch gibt

Eine Plattform lebt nicht von Architektur allein. Deshalb steckt in FREEZEN auch eine ganze Menge, das schlicht Spaß machen soll:

  • Profile mit vier Layouts, Umgebungseffekten wie Schnee oder Glut, Abzeichen und einer wöchentlichen, von der Community gewählten Rangliste.
  • Houses – ein kurzer Persönlichkeitstest sortiert dich in Aurora, Glacier, Ember oder Zephyr. Gewonnene Duelle zählen auf die wöchentliche House-Wertung ein.
  • Anpassbarkeit über Theme-Vorlagen, frei wählbare Farben und teilbare Templates.
  • Sicherheit und Privatsphäre: Zwei-Faktor-Anmeldung, Sitzungsverwaltung, Einstellungen zu Anwesenheit und Sichtbarkeit sowie Kontolöschung.

Native Apps statt nur Browser

FREEZEN läuft in jedem modernen Browser und lässt sich als PWA installieren. Daneben gibt es native Anwendungen für Windows, Linux und Android – mit Tray-Symbol, Sprachverbindung im Hintergrund, Desktop-Benachrichtigungen, einem In-Game-Overlay und automatischen Updates.

Ein Hinweis aus der Praxis: Der Windows-Build ist nicht signiert, deshalb meldet sich SmartScreen bei der Installation einmal. Code-Signing-Zertifikate kosten jährlich Geld, das in einer kostenlosen Beta an anderer Stelle besser aufgehoben ist. Wir sagen das lieber vorher, als dass jemand erschrickt.

Warum eine Webagentur so etwas baut

Die berechtigte Frage. Eine Antwort ist: weil wir es selbst benutzen wollten. Die ehrlichere Antwort ist, dass sich in einem solchen Projekt Dinge lernen lassen, die man in Kundenprojekten selten in dieser Tiefe anfassen kann:

  • Echtzeit bei vielen gleichzeitigen Verbindungen. Ein Chat mit hunderten offenen Verbindungen verhält sich anders als eine Website mit hunderten Aufrufen pro Stunde.
  • Verschlüsselung im Alltag. Schlüssel zwischen mehreren Geräten synchron zu halten, ohne dass Nutzende etwas davon merken, ist deutlich anspruchsvoller als „HTTPS einschalten".
  • Peer-to-Peer durch Router hindurch. Zwei Geräte hinter unterschiedlichen Internetanschlüssen direkt zu verbinden, ist ein Thema für sich.
  • Native Apps ausliefern. Automatische Updates, Autostart und Betriebssystem-Integration auf drei Plattformen.

Diese Technik steckt anschließend auch in Kundenprojekten – etwa wenn ein Kundenportal Daten live aktualisieren soll oder eine Anwendung ohne Neuladen funktionieren muss.

Was FREEZEN nicht ist

Zur Einordnung gehört auch, wofür es sich (noch) nicht eignet:

  • Es ist eine Beta. Dinge können sich ändern, und nicht jede Ecke ist abgeschliffen. Wer absolute Stabilität für einen geschäftskritischen Kanal braucht, sollte das einkalkulieren.
  • Es ist kein Discord-Klon mit identischem Funktionsumfang. Manches fehlt bewusst, anderes ist schlicht noch nicht gebaut.
  • Selbst hosten heißt selbst verantworten. Ein eigener Server bedeutet Kontrolle – und damit auch Updates und Erreichbarkeit. Wem das zu viel ist, nimmt den kostenlosen Beta-Server.

Ausprobieren

Ein Konto ist kostenlos, eine Zahlungsmethode wird nirgends verlangt. Du kannst dir die öffentlich gelisteten Communities ansehen, dir mit einem Klick einen Beta-Server holen oder direkt deinen eigenen aufsetzen.

→ FREEZEN auf free-zen.com ansehen


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